Schufa Scoring
Das Schufa Scoring ist ein standardisiertes Verfahren, um das Ausfallrisiko eines Kunden zu bewerten, also das Risiko, dass er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.
Es werden also Punkte (= scores) je nach vorhandenen Merkmalen des Kunden vergeben, die dann auch je nach individueller Struktur gewichtet werden.
Die theoretische Grundlage dieses Scoring-Systems ist die Statistik. Es fließen Erhebungen über Alter, Wohnort und bisheriger Zahlungsmoral ein. So ist es möglich, eine Prognose über die zukünftige Finanz- und Zahlungsentwicklung abzugeben. Dazu wurden Daten von einer Vielzahl von Menschen gesammelt.
Das Schufa Scoring setzt sich dabei aus drei Komponenten zusammen: Ausfallrisiko, Ratingstufe und Punktzahl. Dabei geht die Ratingstufe von A bis M (A ist das geringste), das Ausfallrisiko wird in Prozent angegeben und sollte so gering wie möglich sein, und die höchste zu erreichende Punktzahl beträgt 1000.
Dieser Schufa Score wird nun den Banken übermittelt, die nun ein Instrument in der Hand haben, um zu entscheiden, ob Sie dem Kunden einen Sofortkredit bewilligen oder nicht. Meist ist die Schufa Score aber nur eine Größe in einem bankeigenen Bewertungssystem. Diese sind aber oft umstritten, denn beispielsweise geht hier auch ein, ob jemand häufig seinen Wohnort wechselt oder nicht, wobei wenig Wechsel als positiv gewertet wird. Allerdings haben gerade Menschen in entscheidenden Positionen häufig berufsbedingte Wohnortwechsel vorzunehmen.
Dieses Beispiel zeigt, dass die Schufa Score nicht unbedingt als automatisches Abschuss-Kriterium herhalten sollte, denn so könnte bei guter Bonität doch häufiger ein Kredit verweigert werden. Hier ist also noch die individuelle Beratung notwendig. Andersrum kann aber bei einer positiven Schufa Score der Sofortkredit ohne weitere Prüfung zustande kommen, dies spart Zeit und Arbeitsaufwand und damit den Banken auch Geld.
