EZB stützt Geschäftsbanken

26. Dezember 2007 – 10:00

Kreditvergleiche Online


Gerade zum Jahresende, am Jahresultimo, ist die Situation der Geschäftsbanken immer schwierig und bedarf guten strategischen Handelns. Noch wichtiger ist diese Klippe in diesem Jahr, denn die allgemeine Banken- und Finanzkrise ist immer noch akut. In dieser schwierigen Situation schießt die EZB Geldmittel in Höhe von 348,6 Milliarden Euro auf den Markt.


Sie schreibt den Banken diese Summe gut; die Banken benötigen immer Zentralbankgeld, um ihre Konten mit den Mindestreserven bei der Zentralbank zu unterhalten. Weiterhin wird der Bargeldbedarf der Wirtschaft nur durch die EZB gedeckt, und allgemein gesehen ist das Zentralbankgeld wichtig für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Der Zahlungsfluss wird durch sogenannte “Refis” garantiert. Man bezeichnet so die Refinanzierungsgeschäfte der Zentralbank, die den Banken verzinsliche Kredite gewährt, die durch das Hinterlegen von Wertpapieren abgesichert sind. Die bereitgestellte Liquidität wird in normalen Zeiten durch den Geldhandel der Banken untereinander verteilt, je nach Bedarf der einzelnen Geldinstitute. Durch die Auswirkung der Bankenkrise aber kann dieser Handel den Bedarf nicht mehr decken. Meldungen über die großen Verluste - zum Beispiel bei der Sachsen LB - führen zu verstärktem Misstrauen der Institute untereinander; sie geben sich gegenseitig keine Kredite mehr, so dass vor allem zum Jahresende tatsächlich Geldknappheit drohen könnte.

Seit Beginn der Krise hat die Zentralbank bereits Gelder über “Refis” mit langer Laufzeit bereitgestellt; nun wird die Liquiditätsverbesserung zu diesem Zeitpunkt von allgemeinem Aufatmen begleitet. Zudem hat die Zentralbank die laufenden “Refis” bis über den Jahresletzten verlängert und jeder Bank zugesagt, ihren Kreditnachfragen zu 100% zu entsprechen.

Alle diese Maßnahmen haben die Banken beruhigt, die Lage stabilisiert und die Zinsen für das Zentralbankgeld drastisch fallen lassen. Experten zufolge hat die EZB geschickt gehandelt. Sie hat kurzfristig die unbedingt notwendige Zahlungsfähigkeit der Banken abgesichert ohne die Preisstabilität zu gefährden.

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