Rahmenkredit: alternative Kreditform im Test

25. Dezember 2007 – 16:22

Kreditvergleiche Online


Wer kurzfristig Geld benötigt, kann meistens auf den Dispositionskredit seines Girokontos zurückgreifen; der ist aber sehr teuer. In der letzten Zeit werben Banken für ein neues Produkt, den Abruf- oder Rahmenkredit.

Die Tester der Stiftung Warentest haben 16 Banken aufs Korn genommen und diese Kreditform überprüft. Es gibt keine Bindung an ein Girokonto; der große Vorteil ist die flexible Handhabung des Darlehens.

Das Geldinstitut räumt einen bestimmten Betrag ein; nun kann man sich dieses Geld ganz oder nur einen Teil davon auszahlen lassen. Auch nach einer teilweisen Rückzahlung kann der zugesagte Rahmen wieder völlig ausgeschöpft werden. Ob völlige Tilgung oder Teilrückzahlung - das bleibt dem Kunden überlassen, denn es gibt keine festgelegten Raten.

Die Hälfte der getesteten Institute verlangt eine Mindesthöhe von 500 Euro, einige Banken sogar 2.500 Euro. Ohne festgelegte Zinsen sind die Kreditkosten nicht exakt vorherzusehen. Weiterhin wird eine Schufa-Auskunft eingeholt, der Kunde muss eine feste Anstellung nachweisen. Lediglich sieben der getesteten Banken gewähren einen derartigen Kredit auch Selbständigen.

Die genaue Prüfung der Gebühren ist sehr wichtig, denn die schlagen ebenfalls zu Buche. Bearbeitungsgebühren sind nicht einheitlich, meistens liegen sie aber bei 2%. Eine Gebührenfalle könnte entstehen, wenn man den Kredit - nach einer Teilzahlung - erneut in Anspruch nimmt. Dann fallen wieder Gebühren an.

Die günstigsten Anbieter liegen unter 9%. Wenn man das Niveau für Dispositionskredite nimmt – derzeit zwischen 12 oder 13 Prozent, ist der Rahmenkredit sicherlich eine gute Alternative.

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