Weihnachtsgeschenke per Abrufkredit
21. Dezember 2007 – 14:53Franziska Matschke von der Schuldnerhilfe Köln warnt vor dem unbedachten Umgang mit Sofortkrediten, die besonders in der Vorweihnachtszeit mit besonders günstigen Konditionen angeboten werden. Auf den ersten Blick ist ein solcher Sofortkredit sicherlich günstig, der zweite Blick zeigt, dass nur Personen hiervon profitieren können, die langjährige Festanstellung und eine optimale Bonität vorweisen können. Alle anderen müssen weitaus teurere Konditionen für einen Ratenkredit akzeptieren und somit höhere Raten zurückzahlen.
Hier findet sich allerdings auch ein psychologischer Hintergrund. Wer erst einmal gedanklich bestimmte Geldbeträge eingeplant hat, akzeptiert viel schneller auch ungünstigere Konditionen, um die geplanten Einkäufe zu tätigen. Ein weiterer Nachteil aus Verbraucherschutzsicht besteht darin, dass der Sofortkredit oftmals Mindestsummen vorgibt, die im Regelfall bei 2.500 Euro liegen. Das verführt viele Verbraucher dazu, ihre Weihnachtseinkäufe weitaus üppiger als zunächst geplant ausfallen zu lassen.
Die von Schuldnerberaterin Matschke empfohlene Alternative zum langfristigen Ratenkredit oder teuren Dispokredit ist der Abrufkredit. Bei dieser Form des Kredites wird mit der Bank ein Kreditrahmen vereinbart, der nach Bedarf ausgeschöpft werden kann. Zinsen entfallen hier nur auf den tatsächlich beanspruchten Kredit. Das macht den Kunden flexibel, zwingt ihn aber nicht zur Aufnahme hoher Kreditsummen, die dann, einmal ausgeschöpft, auch schnell für Konsumartikel verwendet werden.
Auch der Abrufkredit wird nur mit Mindestkreditsummen vergeben. Diese liegen aber, im Gegensatz zum Sofortkredit, meistens bei etwa 1.000 Euro, Tchibo bietet sogar eine Mindestsumme von nur 250 Euro. Ein Kreditrechner hilft beim Vergleich der Konditionen der unterschiedlichen Kredite.
